Blanka Wilchfort

Blanka Wilchfort

Mein Schaffen dreht sich um ein zentrales Thema:
Der Mensch im Spannungsfeld zwischen seiner inneren und seiner äußeren Situation.

Skulpturen sind das ideale Ausdrucksmittel für mich. Sie bieten ein Innen und ein Außen, Einblicke in Tiefen, Durchblicke in Weiten und in Farbe und Struktur gestaltete Außenflächen.

38,5 x 34,5 x 14,5 cm Steinzeug, Oxyde, Eisendraht
Stufen, 2018
POSITION I - Hommage à Libeskind, 2006

Aus der Serie "Positionen" anlässlich der Ausstellung "Zeitsequenzen" 2006

Die Serie “Sieben Positionen” zeigt in einer chronologischen Abfolge, Momentaufnahmen eines Prozesses zwischen Erstarrung und Lebendigkeit. Sie ist  mit integrierten Fotos meiner Vorfahren autobiographisch und stellvertretend für die Nachkriegsgeneration in Deutschland, die in eine traumatisierte Familie hineingeboren wurde.

Mit der Verwendung der gleichen Grundform in verschiedenen Positionen möchte ich verdeutlichen, wie bei unterschiedlichen Blickwinkeln und Haltungen neue Bedeutungen entstehen. 

 

30 x 42 x 38 cm Steinzeug, Oxide
35 x 35 x 15 cm, Steinzeug, Oxyde, Glasur, Eisen
Einengung IV, 2000
Kopf 83, 2016

Der menschliche Schädel bietet die Ausgangsform

In der Serie „Köpfe“ sitzt er auf einem überdimensional langen Hals.

25 x 18 x 9 cm  Steinzeug, Acrylfarbe
46 x 21 x 13 cm  Steinzeug, Metall
GEZEICHNETER, 2004

Viele der Köpfe sind nach oben gerichtet, nach innen sehend, nach außen spürend, suchend, sehnend.

WASSER-ERDE-LUFT, 2015 - 2022

Aus der Serie "Feuerköpfe:

Die Köpfe, entflammt, entfesselt, sich auflösend weisen auf Leidenschaft und Kontrollverlust oder auf geistigen Verfall, Auflösung der Identität, der Existenz.

19 x 32 20 cm Steinzeug, Acrylfarbe
34 x 32 x 13 cm, Steinzeug, Engoben, Oxide
Im Verborgenen, 1999

Aus der Serie Transformationen

VERBINDENDES ELEMENT, 2020

Konzipiert für das Projekt "Brücken zwischen Kunst und Orten des Gebets" anläßlich der 850-Jahrfeier Münchens 2008 Erweitert für die Ausstellung zum "Friedensweg" 20

Jedem Kopf entspringt eine Drahtgestaltung mit zugeordnetem religiösem Symbol.

Die Symbole transformieren sich im Verlauf nach oben in abstrakte fragmentierte Formen. Alle Köpfe sind untereinander und mit der gemeinsamen Drahtwolke verbunden. Im oberen Bereich lösen sich die verschiedenen Symbole auf. Keine Unterschiede sind mehr erkennbar.

Ich will zeigen, dass die Sehnsucht nach etwas Höherem, alle Menschen Verbindenden ein  gemeinsames Grundbedürfnis aller ist.

51 x 51 x 225 cm, Steinzeug Draht, Eisen, Aluminium
30 x 42 x 38 cm Bronze
GEDENKTAFEL
SCHALOM BEN - CHORIN 2011

Auftragsarbeit im öffentlichen Raum

Anlässlich des 100. Geburtstags des Philosophen  Gedenktafel für sein Geburtshaus 
Zweibrückenstraße 8 München

BEFREIUNG, 2004

Die Kugel verdünnt sich auf beiden Seiten, um den Ketten zu entwachsen… Freiheit kommt von innen… Wir können uns über Grenzen hinweg setzen. Unser Wesen verändert es seine Form indem es die Begrenzung erkennt…. 

45 x 106 x 17cm Steinzeug, Metall
220 x 51 x 51 cm  Metall
LEERER STUHL, 2013

Meine Idee und Konzept zum 1250. Jubiläum Obermenzings und Gräfelfings, geschichtliche Erinnerungszeichen der Serie “leerer Stuhl”, wurde gemeinsam mit Marlies Poss bereits an verschiedenen Standorten verwirklicht.

https://www.gebeugter-leerer-stuhl.de

TEUFLISCH, 2015

Aus der Serie „Feuerfiguren“ :

Sie sind „Ver-körperungen“ von Wärme – Energie – Licht.

Mit spirituellen, beschützenden Gesten spielen die Figuren an auf kultische Wesen. Figuren mit  kämpferischen Gesten weisen auf die zerstörerische Kraft des Feuers.

Teuflisch 2015
22,5 x 31,5 x 14 cm Steinzeug, Glasur
22,5 x 31,5 x 14 cm Steinzeug, Glasur
24 x 24 x 192 cm Holzkonstruktion, versehen mit Fotographie, Holz-, Glas-, Metallteilen, ein Bajonett aus dem 1. Weltkrieg, Original Mauerstein der Berliner Mauer
Installation „Zum Greifen Nah“ - ein Rückblick in die deutsche Geschichte, 2009

Einer meiner Beiträge zur Themenausstellung "Im Zeichen der Wende - 20 Jahre nach dem Mauerfall" 2009, Pasinger Fabrik München

Nicht nur die letzten Jahre deutsche Geschichte, mit ihren positiven Zukunftsvisionen,
sondern auch die letzten 90 Jahre,
seit Gründung der Weimarer Republik 1919,
mit Kriegserklärung 1939,
der Errichtung der Verfassung 1949,
bleiben für mich „zum Greifen nah“.

Die   Erinnerungsbilder  aus den zwei Weltkriegen sind untrennbar und ursächlich mit der Teilung Deutschlands verbunden, deren Ende 1989, wir 2009 würdigten.

Ich zeige Fotos der vielen Soldatenopfer, der KZ Opfer und der Warschauer Ghettomauer die weit schlimmere Grausamkeiten beinhaltete als die Berliner Mauer.

Diese Erinnerungen und auch das Ziel des  Weltfriedens schienen mir zur Zeit des Mauerfalls und noch 20 Jahre danach „zum Greifen nah“… 

KÖNNTE PAPA SEIN, 2019
In Memoriam Soldat. Nr. /20/93 IV

Erinnerungsskulptur anläßlich des 80. Jahrestags der Errichtung des Kriegsgefangenenlagers STALAG VII A, Oktober 1939, in Moosburg.

Die Skulptur verbildlicht die Brutalität und den Vorsatz zu einem nüchtern geplanten mörderischen Angriffs- und Eroberungskrieg.
Eingesperrt in der Faust sieht man einen jungen russischen Soldaten stellvertretend für die polnischen und russischen Kriegsgefangenen, die dort misshandelt und getötet wurden.
Auf der Rückseite zeige ich ein Relief des Lagerplans. Das rückseitige Foto zeigt einen polnischen Soldaten 1939, meinen Vater, der aus einem deutschen Kriegsgefangenenlager hatte fliehen können. 

Könnte Papa sein (Vorderseite)41 x 32 x 25 cm Steinzeug, Papier
Könnte Papa sein (Vorderseite) 41 x 32 x 25 cm Steinzeug, Papier
Könnte Papa sein (Rückseite) 41 x 32 x 25 cm Steinzeug, Papier
Könnte Papa sein (Rückseite) 41 x 32 x 25 cm Steinzeug, Papier
Installation „Ikarus" 2011
190 x 85 x 28 cm, Holz Styropor Draht Eisen Wachs und Federn
Installation „Ikarus", 2011

Die Installation entstand zur Ausstellung „Wachsweich – hautnah“ in der Ebenböckvilla (ehemals Wachsbleichereibetrieb) in München Pasing, 2011

Die Sage des Ikarus dessen wächserne Flügel schmolzen, als er der Sonne zu nah kam. Ich nehme Bezug zur Aktualität, der Atomkatastrophe in Japan 2011. Sie zeugt davon, dass unsere technischen Höhenflüge sowohl Segen als auch Katastrophen bringen. Unsere Energiequellen tragen uns und bedrohen uns zugleich.

Serie Zwischenraum 2012

Physische „Zwischenräume“ werden als metaphorische Räume, “Begegnungsräume” zwischen Menschen oder als “Erinnerungsräume” dargestellt

Titel von links nach rechts: „Perspektive“, „Entfernung“, „Erinnerung“, „Zuwendung“, „Verschmelzung“, „Bedrohung“

erie Zwischenraum 2012
6 Objektbilder 10,5 x 20,5 x 2,5 cm Mischtechnik aus Holz, Papier, Draht, Kunststoff
Serie Bewahren-Aufbruch-Umbruch, 2013

Thematischer Ausgangspunkt ist der Ausstellungstitel „Bewahren – Umbruch”, dem ich einen Zwischenschritt „Aufbruch” hinzufügte. Es soll die Unterschiedlichkeit und dennoch die Gleichwertigkeit jeder der der Haltungen dargestellt werden. In den drei Raumstudien wird mit der Wirkung verschiedener geometrischer Formen in unterschiedlicher Anordnung und Farbe experimentiert, um diese drei abstrakten Begriffe bildlich darzustellen.

BewahreN, 2013
49,5 x 49,5 x 16,5 cm, Objektkasten, Holz, Draht, Blech.
49,5 x 49,5 x 16,5 cm, Objektkasten, Holz, Draht, Blech.
Aufbruch, 2013
Umbruch, 2013
49,5 x 49,5 x 16,5 cm, Objektkasten, Holz, Draht, Blech.
Welle , 1996
Aus der Serie Wasserskulpturen
Welle I, 1996 97 x 36 x 80 cm, Steinzeug Engobe, Glasur
Zeichnungen
Tanz 1, 2005, 30 x 15 cm Kohle und Rötel auf Papier
Tanz 2, 2005 24 x 17,5 cm Kohle und Rötel auf Papier
Traum 1, 2005, 24 x 18 cm Kohle und Rötel auf Papier
Traum 2, 2005, 16 x 9,5 cm Kohle und Rötel auf Papier